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Ein Drehtag, drei Monate Content: Video-Content-Strategie für den Mittelstand

Autorenbild: Elias Gabriel
Elias Gabriel
vor 6 Stunden
3 Min. Lesezeit

Die meisten Unternehmen drehen ein Video und veröffentlichen es genau einmal. Danach liegt das Material auf einer Festplatte, während das Marketing drei Wochen später wieder vor derselben Frage sitzt: Was posten wir eigentlich nächste Woche? Dabei steckt in einem einzigen, gut geplanten Drehtag oft genug Stoff für ein ganzes Quartal.

Filmteam dreht ein Interview in einer Industriehalle – ein Drehtag für viele Videos

Nicht das Budget bremst, sondern der fehlende Rhythmus

Fragen Sie Marketing-Verantwortliche im Mittelstand, warum Video bei ihnen nicht richtig in Fahrt kommt, hören Sie selten „zu teuer“. Viel öfter heißt es: Wir hatten mal einen richtig guten Film, aber danach ist es eingeschlafen. Genau da liegt der Haken. Ein einzelner Film ist ein Ereignis. Sichtbarkeit auf LinkedIn, auf der Website oder im Vertrieb entsteht aber durch Wiederholung. Wer einmal im Jahr ein großes Video veröffentlicht und dazwischen schweigt, wird von Kunden und Bewerbern kaum wahrgenommen.

Gleichzeitig fehlt im Mittelstand meist die Zeit, jeden Monat ein neues Projekt aufzusetzen, Termine zu finden, Mitarbeitende vor die Kamera zu holen und Freigaben einzusammeln. Also bleibt es beim Einzelstück – und das Geld, das in diesen einen Film geflossen ist, arbeitet nur einen Bruchteil dessen, was möglich wäre.

Video-Content-Strategie heißt: einmal drehen, vielfach nutzen

Eine durchdachte Video-Content-Strategie dreht die Logik um. Statt ein Video zu planen, planen Sie einen Drehtag – und zwar von hinten nach vorn. Am Anfang steht nicht das Drehbuch, sondern die Frage, welche Inhalte Sie in den nächsten drei Monaten tatsächlich brauchen: einen Hauptfilm für die Website, kurze Clips für LinkedIn, Antworten auf typische Kundenfragen für den Vertrieb, etwas für die nächste Messe, vielleicht Szenen für die Karriereseite.

Erst daraus ergibt sich, was am Drehtag passiert. Wenn die Geschäftsführerin ohnehin für ein Interview vor der Kamera sitzt, stellen wir nicht vier Fragen, sondern zwölf. Jede Antwort wird so gegeben, dass sie auch allein funktioniert – als 40-Sekunden-Clip ohne Vorgeschichte. Szenen aus der Fertigung drehen wir gleich so, dass sie auch im Hochformat funktionieren, statt später aus einem Querformat-Bild herauszuschneiden, was gerade noch passt. Und während Licht und Kamera ohnehin in der Halle stehen, entstehen ruhige Detailaufnahmen, die später unter Untertitel-Clips oder Stellenanzeigen liegen.

Damit das klappt, braucht es kein größeres Team, sondern eine bessere Vorbereitung. Ein Themenplan auf einer Seite, die zehn Fragen, die Ihr Vertrieb am häufigsten hört, und zwei, drei Ansprechpartner, die an dem Tag wirklich Zeit haben – mehr ist es meistens nicht. Der häufigste Fehler ist ein überfüllter Drehplan. Lieber vier Motive sauber drehen als acht in Hektik, denn ein Clip, der wackelt oder schlecht klingt, wird später ohnehin nicht veröffentlicht.

Entscheidend ist danach die Reihenfolge. Der Hauptfilm geht zuerst raus, über die folgenden Wochen kommen die kürzeren Formate, die jeweils einen Aspekt vertiefen. So entsteht ein Rhythmus, der wie ein laufender Kanal wirkt, obwohl nur einmal gedreht wurde. Laut dem aktuellen Wyzowl-Report setzen inzwischen 91 Prozent der Unternehmen Video im Marketing ein. Wer auffallen will, muss also nicht nur Video machen, sondern regelmäßig sichtbar bleiben.

Ein typisches Beispiel aus dem Mittelstand

Nehmen wir einen Hersteller von Industriearmaturen aus dem Leipziger Umland, rund 120 Mitarbeitende. Eigentlich wollte er nur einen neuen Unternehmensfilm für die Website. Im Vorgespräch zeigt sich aber: Der Vertrieb beantwortet ständig dieselben drei Fragen, die Personalabteilung sucht seit Monaten Zerspanungsmechaniker, und im März steht eine Fachmesse an.

Also wird aus dem einen Film ein Drehtag mit Plan. Vormittags Interviews mit dem Geschäftsführer und zwei Meistern, mittags Aufnahmen in der Fertigung, nachmittags kurze Statements von Azubis. Am Ende stehen ein zweiminütiger Hauptfilm, acht Kurzclips mit Antworten auf Kundenfragen, vier Hochformat-Videos für Karriereseite und Social Media sowie ein stummer Loop für den Messestand.

Über zwölf Wochen verteilt ergibt das fast jede Woche einen neuen Beitrag, ohne dass jemand im Unternehmen ein zweites Mal vor die Kamera muss. Der Vertrieb verschickt die Erklär-Clips direkt nach dem Erstgespräch, und wer auf der Messe am Stand vorbeikommt, erkennt die Gesichter aus dem LinkedIn-Feed wieder. Der Mehraufwand gegenüber dem einzelnen Film steckt vor allem im Schnitt, kaum im Dreh. Genau das macht eine Video-Content-Strategie auch für kleinere Budgets interessant.

Jetzt den nächsten Drehtag planen

Viele Unternehmen legen gerade ihre Budgets für 2027 fest – ein guter Moment, die eigene Video-Content-Strategie neu aufzustellen. Wenn Sie wissen möchten, wie viel Content in Ihrem nächsten Drehtag steckt, sprechen Sie uns an. Im kostenlosen Erstgespräch skizzieren wir gemeinsam, welche Formate Sie in den kommenden Monaten brauchen und wie wir sie an einem Tag in den Kasten bekommen. Schreiben Sie einfach an elias@runaway-film.de. Und wer regelmäßig Gedanken zu Video im Mittelstand mitnehmen will, findet Elias auf LinkedIn.

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